Geschichte von Rebe und Wein im Wallis

Walliser Reb - und Weinmuseum

la mestre
Ausstellung : Die Traube ist nicht weit vom Stachel

27.03 > 30.11 10 Di-So 14 -17 Uhr Walliser Reb-und Weinmuseum, Salgesch

Ausstellung: Rebe und Wein im Wallis, eine ganze Geschichte

Eröffnung am 12. September 2009 März-November, Di-So von 14:00 bis 17:00 Uhr

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Geschichte von Rebe und Wein im Wallis.

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WEIN WAR EIN GEEIGNETES MITTEL UM FEINDE ZU VERGIFTEN

In der Hexenjagd werden gewisse angeprangerte Unheile dem Wein zugeschrieben. So wird zum Beispiel 1492 Jeannette Boson aus Lens von den Dorfbewohnern wegen Hexerei beschuldigt. Weil ein gewisser Pierre ihr den Verkauf eines Landstückes verweigert, hätte sie ihm Wein ausgeschenkt, der ihn sehr krank macht. In Vex schenkt eine Hexe einer Wöchnerin Wein ein, der mit Krötengift vermengt war. Die arme Wöchnerin stirbt daran.

Eheliche Verbrechen
Gift kommt auch in ehelichen Verbrechen zum Zug. 1501 versucht Léonard Borter in Sion seine Ehefrau Guillemette umzubringen. Beim Apotheker kauf er die als Rattengift bekannte Mischung aus Arsen, Nusspulver und Pech. Während dem Mittagsmahl bittet er seine Gemahlin Wasser zu holen, damit er während ihrer Abwesenheit das Gift mit dem Spinat vermischen kann. Das Opfer nimmt mehrere Bisse davon. Die Frau nimmt die Bitterkeit der Speise war und verspürt sofort Herz-, Bauch- und Brustschmerzen. Sie verdächtigt ihren Ehemann und versucht sich zu übergeben, indem sie Branntwein trinkt und sich anschliessend mit einer in Öl getunkten Feder reizt. Am Abend fühlt sie sich immer noch unwohl und durstig. Sie leert einen Trinkbecher, denn sie glaubt, er sei mit Wein gefüllt. Leider ist dieses Getränk ebenfalls vergiftet. Die junge Frau verspürt in ihrer Brust sofort einen noch stärkeren Schmerz als zuvor. Noch immer krank, legt sie sich zu Bett und muss sich oft übergeben. Erst am folgenden Tag erhält sie die Pflege von einem Freund, der eine Vergiftung vermutet. Die junge Frau überlebt, doch in Sion verbreitet sich das Gerücht, dass ihr Mann Leonard sie mit einem vergifteten Getränk umbringen wollte. Um der Justiz zu entkommen, muss der Ehemann ins Ausland fliehen

Vorbedacht und Verrat
Léonard Borter's Tat ist ein Majestätsverbrechen, dessen Bestrafung dem Bischofsprinz obliegt. Borter wird deshalb in Abwesenheit verurteilt und seine Güter werden durch den Bischof von Sion beschlagnahmt. Dennoch wird Borter 1503 begnadigt und er kann in seine Heimat zurückkehren. Seine Verwandten und Freunde haben seine "Einfältigkeit" vorgebracht, sowie den Umstand, dass die Tat misslang.



Quelle: Histoire de la Vigne et du Vin en Valais, «Lorsque la sorcellerie s'empare du vin» von Chantal Ammann-Doubliez, Historikerin.

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